Vertragsstilllegung


Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zu besitzen ist Pflicht. Aber was ist, wenn die Beiträge nicht mehr bezahlt werden können? Kündigen ist regelmäßig eher nachteilig. Als Alternative bietet sich die Stilllegung an.


Vertragstilllegung – eine echte Alternative

Eine Stilllegung, das heißt eine vollständige Freistellung von der Beitragszahlung, ist schriftlich zu beantragen, und zwar regelmäßig zum Schluss einer Versicherungsperiode.

Zu beachten ist, dass im Falle des Eintritts des Versicherungsfalles die Berufsunfähigkeitsrente entsprechend gekürzt wird. Es besteht ein Versicherungsschutz, dieser ist allerdings reduziert. Wenn zum Zeitpunkt der Beitragsfreistellung eine Berufsunfähigkeit bereits besteht oder später entsteht, berührt dies nicht die Ansprüche auf eine Rentenzahlung. Im Falle einer eintretenden Berufsunfähigkeit wird dann aber eine geringere Rente gezahlt.


Die Beiträge sind nicht verloren

Die entsprechenden Berechnungen zur Rentenhöhe haben gemäß der Versicherungsmathematik zu erfolgen. Bei Bedarf wird der Versicherer auf Antrag des Versicherungsnehmers die im Versicherungsfalle zu zahlende Berufsunfähigkeitsrente unter Berücksichtigung der Beitragsfreistellung individuell berechnen. Nur wenn die Berechnung ergibt, dass ein bestimmter Mindestbetrag für die zu berechnende Rente nicht erreicht wird, ist keine sogenannte beitragsfreie Rente zu zahlen. Die versicherte Person erhält dann den Rückkaufswert der Versicherung ausgezahlt. Die insgesamt eingezahlten Beiträge sind auch bei dieser nachteiligeren Fallkonstellation nicht gänzlich verloren.
Kündigung

Vorteil der Reaktivierung des Vertrages

Im Übrigen besteht die grundsätzliche Möglichkeit, die Berufsunfähigkeitsversicherung wieder zu aktivieren. Denn nach einer vollständigen Beitragsfreistellung der Versicherung kann nach einer gewissen Zeit je nach dem geschlossenen Versicherungsvertrag die Wiederinkraftsetzung dieses Vertrages erfolgen. Hat ein Versicherter vor, seine Berufsunfähigkeitsversicherung stillzulegen, sollte er sich kundig machen, bis wann die Wiederinkraftsetzung dieses stillgelegten Vertrages erfolgen kann. Dann müsste die Beitragszahlungen wieder auf genommen werden. Gegebenenfalls wird eine zusätzliche Gesundheitsprüfung erforderlich.


wichtige Information

Als Fazit bleibt der Rat, im Falle von Zahlungsschwierigkeiten die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu kündigen, sondern lieber beitragsfrei zu stellen, um weiter im Genuss eines Versicherungsschutzes zu bleiben.