Berufsunfähigkeit in Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit


Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit ist ein besonderer Lebensabschicht einer jungen Familie. Alle Beteiligten sehnen sich einer unbekümmerte Zeit entgegen. Um dies Erleben zu können, ist es notwendig sich vorher Gedanken, um die finanzielle Sicherheit, zu machen. Eine private Absicherung in Form einer Versicherung hilft beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit vor allem die finanziellen Folgen aufzufangen.


Schwangerschaft

Die Berufsunfähigkeitsversicherung greift auch in ungewöhnlichen Fällen. So kommt sie zum Beispiel auch zum Einsatz, wenn eine Schwangerschaft sehr kompliziert verläuft. Dies ist dann der Fall, wenn eine weitere Ausübung der Arbeit nicht in Frage kommt. Außerdem muss in einer solchen Situation eine Meldung an das Gewerbeaufsichtsamt erfolgen. Dies entscheidet dann mit, ob eine weitere Beschäftigung tragbar ist oder nicht. Wird die Berufsunfähigkeit bestätigt, bekommt der Arbeitgeber eine Benachrichtigung. Danach kann er dann ein Beschäftigungsverbot ausstellen. Auch eine Benachrichtigung der Krankenkasse ist notwendig. Die Krankenkasse ist dazu verpflichtet für bis zu zwei Monate nach der Geburt des Kindes das volle Gehalt der Betroffenen zu zahlen.
Schwangerschaft

wichtige Information

Wichtig ist die Anzeigepflicht bei alten BU-Verträgen. Bei neueren Verträge ist dies bei Schwangerschaft keine Pflicht mehr.

Ebenso ist die Nachversicherungsgarantie zu beachten, diese ermöglicht eine Rentenerhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung.


Mutterschutz und Elternzeit

Auch während des Mutterschutzes und der Elternzeit ist es möglich berufsunfähig zu werden. Tritt dieser Fall ein wird der Beruf, welcher vor dem Mutterschutz bzw. der Elternzeit aus geübt wurde, als Bemessungsgrundlage genommen. Können die Versicherungsbeiträge während der Elternzeit auf Grund des geringeren Einkommens nicht mehr gezahlt werden, sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei gestellt werden. Tritt dann der Versicherungsfall ein und der Versicherte wird berufsunfähig, zahlt die Versicherung für diesen Fall nicht. Warum ist es nicht ratsam, während der Elternzeit die Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen und nach der Elterzeit wieder abzuschließen? Zwei Argumente sprechen dagegen. Erstens wird mit jedem neuen Abschluss eine erneute Gesundheitsprüfung durchgeführt, welches zu höheren Beiträgen oder gar zu einem Ausschluss führen kann. Ist der Vertrag nur beitragsfrei gestellt und wird dann wieder aktiviert, ist keine neue Gesundheitsprüfung notwendig. Zweitens je älter der Versicherungnehmer zu Beginn der Versicherungszeit ist, umso höher sind die Versicherungsbeiträge.


wichtige Information

Sind die Versicherungsbeiträge während der Elternzeit zu hoch, ist eine Beitragsfreistellung empfehlenswert.

Es ist nicht ratsam die Berufsunfähigkeitversicherung wegen des Eintrittes in die Elternzeit zu kündigen.


Eine Berufsunfähigkeitsversicherung während des Mutterschutzes oder der Elternzeit abzuschließen, ist nicht sinnvoll. Für die Ermittlung der Höhe der Berufsunfähigkeitsrente wird als Grundlage der ausgeübte Beruf genommen. Im Mutterschutz oder der Elternzeit existiert keine angemessene Grundlage. Aus diesem Grunde sollte vor Eintritt in die Elternzeit ein Berufsunfähigkeitsvertrag abgeschlossen werden.


Berufsunfähigkeitsversicherung für die gesamte Familie von Nutzen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt ihre Versicherten vor einem finanziellen Absturz. Aber nicht nur eine Einzelperson, sondern direkt die ganze Familie werden damit in Schutz genommen. Ursache für die Notwendigkeit dieser Absicherung liegt in einer Reform der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2001. Diese sah vor, dass die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente für jedermann, der nach dem 1. Januar 1961 geboren ist, entfällt. Alle, die nach diesem Zeitpunkt geboren wurden, bekommen nur noch eine Erwerbsminderungsrente. Zudem wurden gleichzeitig auch die gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten für vor 1961 Geborene gekürzt.

Insbesondere wenn ein Familienzuwachs ansteht, sollte eine solche Absicherung so zeitnah wie möglich abgeschlossen werden. Schon in der Zeit der Schwangerschaft sollten die vorhandenen Versicherungen überprüft und eventuell ergänzt werden.


Umwandlung von Single-Policen und Familien-Policen möglich

Betroffen sind in solchen Fällen insbesondere die Singlepolicen, die vielfach in Familienpolicen umgewandelt werden müssen. Diese können auch von nichtehelichen Partnerschaften genutzt werden. Für Alleinerziehende eignen sich natürlich auch Single-Policen. Familien-Policen greifen auch dann, wenn die Kinder ihre Volljährigkeit bereits erreicht haben, aber noch nicht verheiratet sind. Insbesondere für die Zeit der Schul- und Berufsausbildung gelten diese Absicherungen.