Berufsunfähigkeit wegen Schlaganfall und Herzinfarkt


Herz-Kreislauferkrankungen gehören noch immer zu den häufigsten Volkskrankheiten und gelten als sehr gefährlich. Stress und zu wenig Sport sowie ungesunde Ernährung und Rauchen erhöhen das Risiko und gefährden die Gesundheit. Schlaganfall und Herzinfarkt sind mit mehreren hunderttausend Fällen pro Jahr in Deutschland auf Platz 2 und 3 der Herz-Kreislauferkrankungen.


Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall ist eine verstopfte oder verkalkte Arterie ursächlich. Die Durchblutung des Gehirns wird durch ein Gerinnsel unterbrochen. Eine weitere Ursache kann eine Hirnblutung sein. Symptome sind halbseitige Lähmungen, Taubheitsgefühle, Schwindel und Seh- sowie Sprachstörungen. Auch Kopfschmerzen können bei einem Schlaganfall auftreten.
Es treten auch Mini-Schlaganfälle auf, die schwerer bemerkt werden, jedoch genauso gefährlich sind, da sie als ernsthafte Warnsignale vor einem schweren Schlaganfall auftreten. Ursache sind auch hier Durchblutungsstörungen, die aber von selbst wieder abklingen.

Schlaganfall

Herzinfarkt

Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt hat der Betroffene sehr starke Schmerzen und ein Engegefühl im Brustraum. Die Schmerzen können brennend sein und in andere Teile des Körpers ausstrahlen, häufig in die Arme.
Übelkeit, Erbrechen, Angstgefühl und Atemnot gelten als unspezifische Anzeichen. Diese können jedoch auch allein bei einem Infarkt auftreten. Verkalkung der Herzkranzgefäße ist häufig die Ursache für die Attacke. Auch alle weiteren koronaren Herzkrankheiten, welche durch Gefäßablagerungen wie Plaques gekennzeichnet sind, begünstigen einen Infarkt.


Schwere gesundheitliche Folgen

Beide Krankheiten erfordern eine langwierige Rehabilitation und belasten den Patienten nicht nur körperlich, sondern auch psychisch stark. Der Arzt kann erst einige Wochen nach dem Ereignis den Heilungsverlauf vorsichtig einschätzen. Bleibende Folgen nach einem Schlaganfall können Lähmungen im Gesicht oder in Armen und Beinen sein. Auch die Sprachfähigkeit kann dauerhaft eingeschränkt sein. Schluckstörungen, Inkontinenz, Lungenentzündungen und geistige Einschränkungen können dem Patienten drohen. Selbst Gedächtnisschädigungen und Wesens- und Verhaltensänderungen können auftreten. Nach einem Herzinfarkt kann die Seh- und Sprachfähigkeit und auch das Hören verloren gehen.


Der Beruf wird zur großen Herausforderung

Je nach Heilungsverlauf kann die Wiedereingliederung und Rückkehr an den Arbeitsplatz erschwert oder sogar unmöglich werden. Im Falle einer (schweren) Behinderung oder Berufsunfähigkeit als Folgen eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls, und hat dies der Arzt festgestellt, ist das monatliche Einkommen in Gefahr.
Hier ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wertvoll, da sie die finanziellen Risiken für den Betroffenen abfedert und nach Eintritt des Versicherungsfalls die Berufsunfähigkeitsrente leistet. Auch bei einer vorübergehenden Berufsunfähigkeit wird der Versicherte unterstützt, bis er wieder arbeitsfähig ist.


Ungünstige Versicherungsbedingungen nach Erkrankung

Bei einem Neuabschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung spielt das Alter des Antragstellers eine maßgebliche Rolle. Des weiteren muss der Antragsteller die gestellten Fragen nach seiner Gesundheit wahrheitsgemäß beantworten. Chronische Erkrankungen oder schwerwiegende Vorerkrankungen wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall bewirken mindestens einen nicht unerheblichen Risikoaufschlag auf den Versicherungsbeitrag, der das Preis-Leistungsverhältnis der Police deutlich beeinflusst. Nicht selten wird eine Versicherung der Berufsunfähigkeit des Betroffenen durch den Versicherer sogar abgelehnt.


wichtige Information

Aus den genannten Gründen ist es wichtig sich vor einer Erkrankung und bereits in jungen Jahren Gedanken über die finanzielle Absicherung bei einer Berufsunfähigkeit zu machen.

Je jünger und gesünder der Versicherungsnehmer ist, umso geringer sind die Versicherungskosten und damit die finanzielle Belastung vor einer Erkrankung.