Berufsunfähig in die Rente gehen


In jedem Alter ist es möglich berufsunfähig zu werden. Jedoch besonders bei den 50+ Werktätigen werden über ein Drittel während ihres Berufslebens berufsunfähig. In diesem Alter ist eine Genesung schwieriger als in jungen Jahren, ebenso ist der Berufseinstieg in einem neuen Bereich eine größere Herausforderung. Dem entgegen stehen noch Jahre bis zum gesetzlichen Rentenalter. Wie verhält es sich, wenn man die Jahre vor der gesetzlichen Rente als berufsunfähig zählt?


Rente

Vorteile für die Generation vor 1961

Die Berufsunfähigkeitsrente ist eine der wichtigsten privaten Absicherung. Dies geht vorallem auf die Gesetzesänderung von 2001 zurück. Seitdem erhalten Bürger der Bundesrepublik Deutschland im Falle einer Berufsunfähigkeit nur eine recht rudimentäre Unterstützung.

Mit dieser Änderung des Sozialgesetzbuches VI schuf der Staat eine Möglichkeit berufsunfähige Arbeitnehmern eine Arbeitsleistung von 3-6 Stunden zu verpflichten. Dies kann auch zu einer berufsfremden Tätigkeit führen.

Arbeitnehmer, welche vor dem Stichtag (1961) geboren wurden, bekamen noch das Recht auf eine Beschäftigung in ihrem Beruf. Dies wird auch Berufsschutz genannt. Hinzu kam der Vorteil, dass die auferlegte Tätigkeit den vorherigen intellektuellen Anspruch genügen musste.


Absicherung für nach 1961-Geborene umso wichtiger

Nach der Änderung erledigte der Staat sich dieser Verantwortung. Grund dafür sind finanzielle Einsparung durch die Durchsetzung der Neuerungen. Eine Kürzung der Erwerbsminderungsrente auf 15% des letzten Verdienstes kann ebenfalls durchgesetzt werden. Dies kann eintreten, wenn eine Arbeitsfähigkeit von 3-6 Stunden bestätigt wurde. Dies bedeutet aber gleichzeitig, dass Personen trotz schwerer Erkrankung im Berufsleben bleiben müssen. In einigen Fällen kann es sogar sein, dass eine Position als Hilfskraft angenommen werden muss; auch wenn eine akademische Ausbildung genossen wurde.

Aus diesen Gründen ist eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit unablässlich.


Laufzeit der Versicherung variabel

Bei der privaten Berufsunfähgkeit ist zu beachten, dass diese solange BU-Rente zahlt wie die Berufsunfähigkeit anhält. Doch was ist, wenn das gesetzliche Rentenalter eintritt und man durch die Altersrente gar keinem Beruf mehr nachgeht? Die Leistungsdauer wird im BU-Vertrag festelegt.

Es gibt drei grundlegende Möglichkeiten:

    Auszahlung der BU-Rente bis zum Eintritt des gesetzlichen Rentenalters
    Auszahlung der BU-Rente bis zu einem definierten Lebensjahr
    Auszahlung der BU-Rent bis zum Lebensende

wichtige Information

Somit ist eine automatische Einstellung der privaten BU-Rente mit Eintritt des gesetzlichen Rentenalters nicht zu erwarten.


Anders ist dies bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Diese wird mit Eintritt in die Altersrente von Amtswegen in die Altersrente umgewandelt. Die Höhe der Altersrente kann höher oder niedriger als die zuvor erhaltet gesetzliche Erwerbsminderungsrente sein.