BU-Rente in der Steuererklärung


Hat der Versicherungsnehmer den Schicksalsschlag der Berufsunfähigkeit erlitten, erhält dieser die Berufsunfähigkeitsrente. Die BU-Rente dient zur Grundabsicherung des bisher vom Versicherungsnehmer geführten Lebensstandards. Die versicherte Person ist mit der Rentenauszahlung im Stande die laufenden Kosten zu zahlen und den Hauptaugenmerk auf die Genesung und berufliche Zukunft zu legen. Die Rentenauszahlung ist vorm deutschen Gesetzgeber ein Einkommen und muss demnach in der Steuer geltend gemacht werden.


Persönliche Versicherungsdaten notwendig

Grundsätzlich steht dem Versicherungsnehmer bei Eintritt des Versicherungsfalles die Berufsunfäigkeitsrente zu. Die Rentenauszahlung erfolgt wie mit dem Versicherungsgeber im Versicherungsvertrag angegebenen Intervall. Im Normalfall bedeutet dies eine monatliche Auszahlung der Rentensumme jeweils zum Monatsanfang. Die Höhe der Renten wurde ebenfalls durch den Versicherungsnehmer im Berufsunfähigkeitsversicherungsvertrag festgelegt. Bei der Ermittlung der Rentenhöhe wird klassisch der jeweilge aktuelle Standard des Lebens zu Grunde gelegt. Damit folgt er der Gesetzgebeung: Je höher der Lebensstandard, umso höher die Versicherungsbeiträge, umso höher die BU-Renten.


wichtige Information

Die individuelle Anpassung der Versicherungsverträge bei der Berufsunfähigkeitsversicherung und die damit verbundene permanente finanzielle Absicherung im Leistungsfall ist der große Vorteil einer Berufsunfähigkeitsrentenversicherung.


BU-Rente ist steuerrechtlich Einkommen

Jegliche Rentenzahlungen und somit auch die Berufsunfähigkeitsrente zählen als Einkommen. Einkommen muss nach dem deutschen Steuerrecht in der Steuererklärung angegeben und versteuert werden. Die BU-Rente ist laut § 55 EStG in der Steuererklärung als abgekürzte Leibrente anzusetzen. Abgekürtze Leibrente heißt, dass die Rente nur bis zu einem im Versicherungsvertrag vorbestimmten Zeitpunkt ausgezahlt wird und nicht bis ans Lebensende des Versicherungsnehmers. Die Dauer der Rentenzahlung beläuft sich in der Regel bis zum 60, 65 oder 67 Lebensjahr. Wichtig bei der Besteuerung ist demnach nicht das Alter der versicherten Person, sondern die Laufzeit der vertraglich vereinbarten Auszahlung der BU-Rente.


Ansetzen des Ertragsanteils, nicht der gesamten Rente

Weiterhin ist nur der Ertraganteil der Berufsunfähigkeitsrente zu versteuern. Als Faustregel gilt folgendes: Pro Leistungsjahr ist circa ein Prozent anzusetzen. Dieser ermittelte Prozentsatz von der BU-Rente ist der Ertragsanteil, welcher mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden muss. Damit muss nicht der gesamte Rentenbetrag angesetzt werden, sondern nur der persönlich ermittelte Betrag.

Vertragsart

Freibeträge nutzen

Zusätzlich wird der Versicherte durch gesetzliche Freibeträge entlastet. Liegt das zu besteuernde Einkommen als Lediger pro Jahr unter 8.354 € (2014) müss es nicht besteuert werden. Bei Verheirateten sind jährlich 16.708 € steuerfrei.


wichtige Information

Um jedoch eine richtige Steuererklärung einzureichen und die Beiträge an der richtigen Stelle einzutragen, ist es ratsam eine Beratung in einem Lohnsteuerhilfeverein in Anspruch zu nehmen oder sich entsprechende deutsche Literatur zu kaufen.