Gründe für Berufsunfähigkeit – Zahlen, Daten und Fakten


Nahezu alle Menschen gehen täglich das Risiko ein ein Unfall zu haben oder zu Erkranken. Arbeitnehmer trifft solche Vorkommnisse, sofern sie über einen Zeitraum von 6 Wochen hinausgehen, vor allem auch finanziell hart. Da zählt es das Risiko so weit wie möglich zu minimieren. Durchschnittlich scheidet jeder 5. Angestellte durch Berufsunfähigkeit aus seiner eigentlichen Tätigkeit aus. Davor sollte jeder versichert sein durch den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.


Ab wann berufsunfähig und nicht nur krankgeschrieben?

Wo liegt der Unterschied zwischen berufsunfähig und erwerbsunfähig und einfach nur krankgeschrieben sein? Im Versicherungsvertragsgesetz ist festgelegt, dass eine Person als berufsunfähig zu betrachten ist, wenn diese nicht mehr in der Lage ist ihren letzten Beruf vollkommen auszuüben. Das bedeutet, dass die Person entweder nur noch eingeschränkt dem nachgehen kann oder gar nicht mehr. Allerdings können dem Patienten durchaus noch anderweitige Tätigkeiten zugemutet werden. Diese Berufsunfähigkeit kann sowohl für immer Bestand haben oder nur über einen längeren Zeitraum vorliegen. Eine vollkommene Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist überhaupt einen (beliebigen) Beruf auszuführen.


Gründe für eine Berufsunfähigkeit

Ursachen und Gründe für Berufsunfähigkeit gibt es viele und niemand ist gänzlich von dieser Gefahr ausgeschlossen. Ein Unfall ist schnell geschehen und auch andere Krankheiten wie z.B. Gicht, Krebs oder psychische Krankheiten können einen einholen. Prinzipiell wird zwischen physischen und psychischen Ursachen unterschieden. Zu den häufigsten physischen Erkrankungen, welche zur Berufsunfähigkeit führen können, zählen: Krebs, Erkrankungen des Herzens, eine Erkrankung der Gefäße, Nervenleiden, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Unfälle. Mit zunehmenden Alter sind körperliche Erkrankungen wie z.B. Erkrankungen des Herzens als wahrscheinlicher anzusehen als psychische. Körperliche Beschwerden können u.a. dazu führen, dass verschiedene Bewegungsabläufe nicht mehr ausführbar sind wie z.B. schwere Heben, stundenlanges Stehen oder das Führen eines Fahrzeugs.


Psychische Ursachen immer häufiger vertreten

Psychische Ursachen wie beispielsweise Depressionen und Verhaltensstörungen sind heutzutage allerdings am häufigsten der Grund für eine festgestellte Berufsunfähigkeit. Krankheiten wie das Burnout-Syndrom oder auch Depressionen können ebenso zu einer Berufsunfähigkeit führen wie ein bleibender Schaden durch beispielweise einen Unfall. Bei Depressionen kann der Patient u.a. nicht mehr in der Lage sein die vollen geistigen Fähigkeiten und erforderliche Konzentration aufzubringen. Im schlimmsten Fall stellt die weitere Beschäftigung einer depressiven Person eine Gefahr für sich selbst und andere dar, weil diese z.B. mit schweren Geräten unaufmerksam umgeht und so einen Betonklotz auf jemanden fallen lassen könnte.

Psychische Probleme können die verschiedensten Ursachen haben wie z.B. Überforderung, eine labile Psyche, Drogenmissbrauch, mangelndes Selbstwertgefühl oder einschneidende persönliche Erlebnisse wie beispielsweise eine Scheidung oder Tod eines geliebten Menschens. Die vermehrte Berufsunfähigkeit bedingt durch psychische Erkrankungen ist durch den veränderten Lebenswandel begründet. Schwere körperliche Arbeiten werden durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen relativiert und so die Gefahr von Unfällen usw. gemindert. Psychische Erkrankungen können u.a. durch Stress, Einsamkeit und Überforderung ausgelöst werden. Die Pflege des seelischen Wohls wird heute immer weiter zurückgedrängt.


gruende-ursachen-fuer-berufsunfaehigkeit


Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass psychische Probleme die häufigste Ursache sind und weit vor den anderen Möglichkeiten liegen. Über 29% der diagnostizierten Berufsunfähigkeit liegen psychische Erkrankungen zugrunde, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparates mit etwas über 23%. Danach folgen in der Reihenfolge mit 15% Krebserkrankungen und Unfälle mit etwa 10%.


Ältere Arbeitnehmer häufiger betroffen als Jüngere

Die Statistik zeigt ebenfalls auf, dass am häufigsten die 51-55 und 56-60-jährigen am häufigsten betroffen sind. 20-35-jährige werden nur selten von einer Berufsunfähigkeit eingeholt, ebenso wie die über 60 Jahre alten Personen.


gruende berufsunfaehigkeit nach alter


Eine entsprechende Berufsunfähigkeitsversicherung im Fall der Fälle

Eine private Absicherung in Form einer Versicherung hilft beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit vor allem die finanziellen Folgen aufzufangen. Während einer diagnostizierten Berufsunfähigkeit deckt eine Versicherung finanzielle Einbußen durch Verdienstausfall und evtl. geringere Verdienstmöglichkeiten durch einen Berufswechsel ab.