Berufsunfähigkeit wegen Depression


Das Wort Depression stammt von dem lateinischen Wort deprimere ab, was übersetzt “niederdrücken” bedeutet. Diese Übersetzung beschreibt treffen, was mit der psychischen Störung Depression gemeint ist – ein andauerndes Gefühl von Niedergeschlagenheit. In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Depressionen, weil sie sich den Belastungen der schnelllebigen Welt und den Anforderungen im Beruf nicht gewachsen fühlen. Jährlich erkranken 6 Millionen Menschen in Deutschland an dem Erschöpfungssyndrom, mit steigender Tendenz.


Depressionen auf dem Vormarsch

Ein Hauptmerkmal von Depressionen sind negative Gedanken, die zur Niedergeschlagenheit und Erschöpfung führen. Der Erkrankte hat eine pessimistische Sicht auf die eigene Lebenssituation und Ängste vor der Zukunft. Die eigene Person wird in Frage gestellt und in ihrer Wertigkeit herabgesetzt, woraus Selbstwertprobleme und Schuldgefühle resultieren. Diese pessimistische Sicht auf die Welt führt zu Entscheidungsproblemen und oft zu Konzentrationsschwierigkeiten. Die Berufsfähigkeit kann durch Depressionen im hohen Maße eingeschränkt werden.

Neben den psychischen Symptomen sind auch psychosomatische Symptome wie Durchfall, Appetitlosigkeit oder Verstopfung möglich. Die Symptome bei Depressionen sind sehr individuell, so dass eine frühzeitige Konsultation beim Arzt eine wichtige Maßnahme ist, um sich Gewissheit zu verschaffen. Depressionen sind wie das Burnout-Syndrom ein noch nicht vollständig erforschtes Krankheitsbild. Und regelmäßig erhält die Wissenschaft neue Erkenntnisse für eine verbesserte Vorsorge und Therapiemöglichkeiten. Eine ärztliche und therapeutische Unterstützung sind bei der Diagnose und bei der Behandlung von Depressionen unumgänglich.

Depressionen

Anerkennung der Berufsunfähigkeit durch Depressionen bei neuen Verträgen

Da die berufliche Tätigkeit durch Depressionen stark eingeschränkt wird, stellt sich die Frage, ob eine BU im Krankheitsfall zahlt. Diese Frage lässt sich nicht einheitlich beantworten, da es von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ist. Ob psychische Störungen wie Depressionen und Burnout als Leistungsfall gelten, muss der Versicherte in den Vertragsunterlagen prüfen.

Mittlerweile haben die meisten Anbieter auch psychische Erkrankungen in ihrem Leistungsspektrum berücksichtigt. Allerdings ist es schwierig, erst eine BU abzuschließen, wenn der Erkrankte schon die Diagnose Depressionen erhalten hat. Entweder bekommt der Versicherungsinteressent keine BU, oder muss zusätzliche Kosten zahlen. Das bedeutet, dass die Beiträge bei bestehender Erkrankung wesentlich höher liegen, als wenn die BU im gesunden Zustand abgeschlossen wurde.


wichtige Information

Neue Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge berücksichtigen die Absicherung von psychische Krankheiten wie Depressionen besser als alte Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge.

Dennoch sollte der Versicherte bei individuellen Bedarf die Vertragsunterlagen auf Absicherung bei Depressionen prüfen.


Professionelle Hilfe sowie korrekte Angaben sind wichtig

Depressionen können mit Unterstützung des Hausarztes, Facharztes und eines Therapeuten behandelt werden, so dass die Berufsunfähigkeit in vielen Fällen gut behandelt werden kann. Ergründung der Ursachen, regelmäßiger Sport und Entspannungsübungen wie autogenes Training, können dabei helfen Depressionen zu behandeln.

Die Versicherungen haben erkannt, dass der gesellschaftlichen Wandel das Krankheitsbild Depression weiter fördert und zukünftig häufiger durch den Facharzt diagnostiziert werden wird. Deshalb stellen sie in ihren Gesundheitsfragebogen gezielt Fragen nach dem psyschischen Befinden. Diese müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden.