Berufsunfähigkeit wegen Burnout


Der Begriff Burnout wird häufig verwendet, aber viele Menschen wissen gar nicht, was darunter zu verstehen ist. Das englische Wort Burnout steht für “Ausgebranntsein” und ist ein Sammelbegriff für körperliche, geistige und seelische Erschöpfungszustände. Meist ausgelöst auf Grund beruflicher Überlastung, seltener auch durch andere Stressfaktoren wie zum Beispiel die Pflege erkrankter Angehöriger, die Betreuung dementer Menschen oder ähnliches.


Burnout – eine wenig erforschte Krankheit

Die Symptome eines Burnouts können sehr unterschiedlich sein. Bei einigen äußert er sich in chronischer Müdigkeit und vollständiger körperlicher Erschöpfung, die sich auch nach Pausen, freien Tagen oder Urlaub nicht beheben lässt. Andere Betroffene leiden unter psychosomatischen Beschwerden, haben zum Beispiel Angstzustände, Herzrasen, Magenprobleme oder Kopfschmerzen ohne medizinische Ursachen. Ein weiteres Symptom ist die Isolation aus dem gesellschaftlichen Leben. Die Erkrankten isolieren sich von ihrer Umwelt, empfinden keine Lebensfreude mehr und schaffen nur unter größten Schwierigkeiten ihr gewohntes Arbeitspensum.


Woher kommt dieses Leiden, was lange Zeit noch nicht einmal als Krankheit anerkannt wurde und auch heute noch Rätsel aufgibt? Burn Out ist sehr vielschichtig. Unter anderem sind folgende Risikofaktoren bekannt: psychischer Stress, geringe Anerkennung im Umfeld, das “Helfersyndrom”. Er kann auftreten wenn berufliche Aufgaben als zu schwer empfunden werden, auch ständiger Zeitdruck, Übermotivation und Monotonie oder psyschisch besonders belastende Tätigkeiten können ihn auslösen. Die Forschung steht bei Burnout ebenso wie bei Depression noch am Anfang. Bisher wurde sich bei dessen Aufklärung auf Beobachtungen und Gespräche konzentriert. Zukünftig bezieht die Wissenschaft immer mehr die physischen Aspekte wie den Hormanhaushalt in seine Forschung mit ein. Die Ärzte sehen Burnout wie Depressionen als ganzheitliche Krankheit, welche eine ganzheitliche Therapie verlangt.
Burnout

Sechs Monate berufsunfähig? – Neue Verträge zahlen BU-Rente aus

Mensch mit Burnout
Ein Mensch mit Burnout kann, zumindest zeitwese nicht mehr seinen Beruf ausführen und so könnte zur Grunderkrankung auch noch Zukunftsangst kommen und das Leiden verschlimmern. Unter anderem auch deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu empfehlen. Bei neuen Verträge gilt als berufsunfähig, wenn der Versicherte auf Grund von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben und die Berufsunfähigkeit mindestens sechs Monate beträgt. Das Burn Out Synrom ist als Krankheit anerkannt und führt sehr oft zu einer länger als sechs Monate bestehenden Unfähigkeit, den bisherigen Beruf auszuüben. Damit muss die BU auch beim Burn Out die Berufsunfähigkeitsrente auszahlen. Voraussetzung dafür ist die Diagnose durch einen Arzt. Komplizierter ist die Rechtslage bei älteren Verträgen, die eine BU-Rente erst bei einer voraussichtlich länger als drei Jahre andauernden Arbeitsunfähigkeit zahlen.

wichtige Information

Neue Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge berücksichtigen die Absicherung von psychische Krankheiten wie Burnout besser als alte Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge.

Dennoch sollte der Versicherte bei individuellen Bedarf die Vertragsunterlagen auf Absicherung bei Burnout prüfen.


Korrekte Angaben sichern die Rente

Die Versicherer haben erkannt, dass auf Grund des gesellschaftlichen Wandels künfig immer mehr Fälle von Burn Out diagnostiziert werden. Deshalb stellen sie in ihren Gesundheitsfragebogen gezielt Fragen nach dem psyschischen Befinden. Diese müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Wer auf dem Gebiet bereits Vorerkrankungen hat, wird besondere vertragliche Regelungen, wie höhere Beiträge, erhalten.