Berufsunfähigkeit nach Berufsgruppen


Es ist in jeder Hinsicht naheliegend, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei risikoreichen Berufen teurer ist als bei Berufen, in denen eine eintretende Unfähigkeit zur Ausübung des Berufes unwahrscheinlicher ist. Bei der Bewertung des Risikos werden verschiedene versicherungsmathematische Maßstäbe herangezogen. Es findet ferner eine Einteilung in verschiedene Risikogruppen statt.


wichtige Information

Jede Berufsgruppe wird in eine Risikogruppe eingeteilt, welche bei der Betragsberechnung mit einbezogen wird. Die Zuordnung des Berufes in eine Risikogruppe basiert auf Statistiken.

Je risikoärmer der Beruf ist, umso niedriger sind die Versicherungsbeiträge.

Risikogruppen


Welche Berufsrisikogruppen gibt es?

Grundsätzlich wird das Risiko einer Berufsunfähigkeit in insgesamt vier Hauptgruppen unterteilt.

  1. In der ersten Gruppe befinden sich alle diejenigen Versicherten, die ein geringes Risiko zur Berufsunfähigkeit haben. Hierunter befinden sich hoch qualifizierte Berufstätige, die überwiegend geistige Tätigkeiten im Sitzen ausführen. Entsprechende Berufe sind: Wirtschaftswissenschaftler/innen, Architekten/innen, Steuerberater/innen oder auch Psychologen. Das Risiko zur Berufsunfähigkeit ist hierbei gering, weil diese Berufe dem Versicherten auch noch mit zahlreichen Erkrankungen zugemutet werden können. Erleidet der Versicherte beispielsweise eine körperliche Behinderung, kann er den Beruf dennoch ausführen und hat keinen Anspruch auf Leistungen durch die Versicherung.

    Berufsunfähigkeit nach Alter


  2. Die zweite Gruppe hat dementsprechend ein größeres Risiko. Auch in dieser Gruppe werden überwiegend geistige und sitzende Tätigkeiten ausgeführt. Hierunter fallen kaufmännische Berufe, Verwaltungsberufe oder auch Berufe, die sich mit der Internettechnologie befassen.
  3. Die dritte Gruppe hingegen ist schon relativ risikoreich. Die Tätigkeiten innerhalb dieser Gruppe sind vielfach körperlicher Natur und verursachen darüber hinaus meist viel Stress. Mögliche Berufe könnten sein: Friseur, Erzieher, Telefonist oder auch Verkäufer. Die Gefahr an Herzkrankheiten oder Depressionen zu erkranken ist bei diesen Berufsfeldern durchaus nicht unwahrscheinlich. Folglich steigt das Risiko einer Berufsunfähigkeit.
  4. Die letztes Gruppe ist die risikostärkste. Versicherte müssen oftmals sehr hohe Beiträge zahlen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Berufe, die körperliche Arbeit erfordern. Darunter fallen zum Beispiel die Berufe: Bäcker, Altenpfleger, Polizist, Maler, Gärtner oder auch Soldat.

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Akademiker im Vorteil

Insofern kann also das Fazit gezogen werden, dass insbesondere Akademiker starke Vorteile bei der Berufsunfähigkeitsversicherung haben, weil die Tätigkeiten überwiegend geistig sind. Diese Arbeiten können auch noch bei Herz- und Kreislauferkrankungen durchgeführt werden. Unfälle oder psychische Erkrankungen sind weitere Gründe für eine Berufsunfähigkeit. Hier sind die Risiken einer Erkrankung meist gleichhoch. Allerdings haben beispielsweise Erzieher oder Telefonisten eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, psychisch zu erkranken. Einige Berufsgruppen sind sogar so risikoreich, dass Versicherungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung gar ablehnen. Letztendlich ist es aber wichtig, dass jeder Versicherungsinteressierte zuvor einen Vergleich verschiedener Versicherungen durchführt, um das günstigste Angebot herauszusuchen. Die Preisunterschiede können oftmals stark schwanken, weil die Versicherungsleistungen zu unterschiedlichen Konditionen angeboten werden.